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UTStarcom F3000 im Praxistest

 Das UT-Starcom F3000 würde auf den ersten Blick als ein ganz normales, modernes Klapphandy durchgehen und die Meisten waren überrascht, was die Entwickler in diese kompakte Bauform gepreßt haben. Der Winzling vereint WLAN nach den Standards 802.11b/g und SIP-Telefonie in einem Gerät und hat dabei eine ähnliche Baugröße wie GSM-Handys und ist mit 90 Gramm sogar leichter als manche von diesen.

(Abb.1: Größenvergleich mit einem K750i)
Der Test
Im Test mußte es sich mit einem sipgate-Account vorwiegend in Netzen behaupten, in denen AVM-FritzBox-Router die Verbindung in das Internet herstellten. Diese waren durchgehend per WPA abgesichert, was für das F3000 jedoch kein Problem darstellt – es beherrscht sowohl die WPA- als auch das schwächere WEP-Verschlüsselung. Die Eingabe der Netzwerkschlüssel war die erste Bewährungsprobe für die Bedienbarkeit des Gerätes und es zeigte sich, daß die Konfiguration direkt über das Gerät zwar möglich aber auch recht mühsam ist. So sind gerade die Menüpunkte in der Konfiguration der 3 möglichen SIP-Accounts, von denen jeweils nur Einer aktiv sein kann, so lang, daß diese nicht auf den ersten Blick komplett sichtbar sind.

(Abb.2: Konfiguration der SIP-Parameter)
Diese zu finden ist jedoch nicht ganz einfach und in einer hinteren Menüebene (WiFi / Signal Protocol / SIP / SIP 1 - 3 / Set)versteckt, was nicht ganz nachvollziehbar ist. Ruft man die IP-Adresse des Gerätes im Browser auf, liefert der eingebaute Webserver das Konfigurationsmenü, über das die Einrichtung dann schnell von der Hand geht. Das Standard-Login ist "user" und das Standard-Paßwort ist: "888888".

(Abb.3: Adminstration über den Webbrowser)
Die IP-Adresse des F3000 läßt sich über den Menüpunkt WiFi / Network Parameter / Network Information bestimmen.
Nach dem Einschalten des Gerätes beginnt es, die 4 konfigurierbaren WLAN-Netze zu suchen und sich mit diesen zu verbinden. Ist keines dieser Netze in Reichweite geht das Gerät dazu über, mit anderen verfügbaren Netzen eine Verbindung aufzubauen. Sobald das F3000 eingeloggt ist, versucht es, sich mit dem SIP-Gateway zu verbinden. Dies funktionierte im Test jedoch erst dann zuverlässig, nachdem wir die Registrierung am STUN-Server deaktiviert hatten.
Sind die ersten Hürden überwunden begeisterte uns das Gerät. Die Reichweite der WLAN-Verbindung betrug zwar im Büro nur einige Meter bzw. Zimmer aber eine große Überraschung hat man von diesem kleinen Gerät ohnehin nicht erwartet. Dafür ist die Sprachqualität zwar stark von der Qualität der WLAN-Verbindung abhängig aber überraschend gut, was sicherlich nicht nur am Gerät selbst, sondern nicht zuletzt auch an sipgate liegt.
Das Display mit 128x160 Pixel und 65.000 Farben ist hell und gut ablesbar. Bei dieser Displayauflösung wünscht man sich feinere Schriften in den Menüs, die sicherlich möglich wären und dem Gerät gut zu Gesicht stehen würden.
Der Akku ist mit einer Gesprächszeit von bis zu 3 Stunden und einer Standby-Zeit von 50-75 Stunden angegeben.
Im praktischen Einsatz waren die 4 konfigurierbaren WLAN-Netze sehr praktisch. Büro und Homeoffice waren als Erstes konfiguriert. Danach folgten die WLANs unserer Partner (nextsolutions und s.a.m-DieAgentur), die uns beim Praxistest unterstützten.

(Abb.4: Suche nach verfügbaren Netzen)
Somit waren wir meist verfügbar und wenn nicht, nahm der sipgate-Anrufbeantworter die Anrufe entgegen und leitete sie als .WAV per E-Mail weiter. In der Weboberfläche von sipgate können eingegangene, ausgegangene und versäumte Anrufe nachvollzogen werden.
Fazit
Als Fazit läßt sich sagen, daß mehr WLAN-Reichweite für die Praxistauglichkeit sicherlich vorteilhaft wären und auch vereinzelte Abstürze zu verzeichnen waren. Im Großen und Ganzen ist man von der Leistungsfähigkeit des kleinen Handys beeindruckt, weil es alle Erwartungen erfüllt und ist jetzt schon gespannt auf die nächsten Geräte von UT-Starcom. 07/2006, Andreas Gaul

|  | Andreas Gaul ist Inhaber der blueways. Die blueways ist ein IT-Beratungs- und Entwicklungsunternehmen für webbasierte Unternehmensanwendungen. Parallel betreibt Andreas Gaul mobilarbeiter.de - Das Fachportal für mobiles Arbeiten.
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