Internettelefonie für Privatkunden kein Sicherheitsproblem

Autor: Wilhelm Fuchs
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Sicherheitsexperten des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) weisen immer wieder darauf hin, dass bei Internettelefonie (VoIP) gefährliche Sicherheitsmängel bestehen. Hauptkritikpunkte sind, dass Telefonate von VoIP-Nutzern abgehört und unaufgeforderte Werbeanrufe erfolgen können. sipgate erklärt, was Privatnutzer bei der VoIP-Nutzung wissen und beachten sollten.

1. Abhören von VoIP-Gesprächen

Privatkunden müssen nicht befürchten, dass Hacker über Internettelefonie geführte Gespräche mithören. Anders als beim analogen Festnetz, ist ein feindlicher externer Zugriff auf einen DSL- oder Kabel-Internet-Anschluss nur mit einem extrem hohen technischen Aufwand und Experten-Wissen möglich. Im Vergleich zum analogen Festnetz macht Voice-over-IP die Telefonie damit nicht unsicherer, sondern wesentlich sicherer.

2. Passwort für VoIP-Geräte hinterlegen

VoIP-Adapter sind nahezu unempfindlich gegenüber Hacker-Attacken. So verhindert beispielsweise die Werkskonfiguration der FRITZ!Box Fon-Modelle einen externer Zugriff. Um Angriffe innerhalb eines Netzwerkes abzuwehren – z.B. in Wohngemeinschaften – ,sollten Verbraucher die Konfigurationsoberfläche der eingesetzten VoIP-Hardware durch ein persönliches Passwort schützen.

3. Werbeanrufe bisher nur im analogen Festnetz existent

Unerwünschte Werbeanrufe erfolgen in Deutschland derzeit ausschließlich im analogen Festnetz. Im Oktober 2006 erließ die Bundesnetzagentur einen Beschluss, dass Rückrufe der Kunden an diese Rufnummern nicht durch die Netzbetreiber in Rechnung gestellt werden dürfen. Die Gefahr von Werbeanrufen über Voice-over-IP ist in Deutschland dagegen rein theoretisch. Erhöhter Schutz besteht zudem dadurch, dass jeder Nutzer dem VoIP-Providern bekannt ist. Entsprechende 'Werbe-Anschlüsse' könnten so umgehend eliminiert werden. Auch besteht, anders als im Festnetz, kein öffentliches Telefonverzeichnis der VoIP-Rufnummern in Deutschland.

4. WLAN-Netz absichern

Die inzwischen bei Privatnutzern beliebten WLAN-Router stellen den tatsächlichen Angriffspunkt für Hacker dar. Deshalb sollte der Zugriff auf das WLAN-Netz durch ein persönliches Passwort geschützt und mindestens der Verschlüsselungsstandard WPA (Wi-Fi Protected Access) aktiviert sein. „WLAN-Räubern“ ist es so nicht mehr möglich, auf fremde Kosten im Internet zu surfen.

03/2007, Wilhelm Fuchs



Wilhelm Fuchs ist Pressesprecher von sipgate.
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